Holzauge, sei wachsam! | 07.02.2010 |
Unsere neue Seeräuber-Jenny | 04.02.2010 |
Darf ich vorstellen, unser neues Familienmitglied: Molly! Molly stammt aus dem Tierheim und verlor ihr rechtes Auge an den Katzenschnupfen. Außerdem besitzt sie Milben und Flöhe in ausreichendem Maße. Die kleine Piratin hat uns erwählt und wir lagen ihr augenblicklich zu Füßen. Seit sie aber gestern in den Legosack gepullert hat, reden wir auch ernstere Töne miteinander. Ich habe bis spät abends 100.000 kleine Legoteile in der Badewanne gewaschen - I'm not amused!
Sausi und Musi bis zum Erbrechen | 30.01.2010 |
Manchmal passiert das Unbegreifliche: Herr Schlönske findet ein blödes Buch toll. Statt mit Riese Rick zu trällern, hat er sich gerade in den Kleinkind-Schmöker "Mausi & Susi" verliebt. Jeden Abend maust und sust es bei uns in so klangvollen Sätzen wie: "Mausi und Susi schwitzen!", "Da hat Mausi eine Idee!", "Susi nimmt den Schlauch und füllt Wasser ein." Für die richtige Zielgruppe mag das angemessen sein, aber Herr Schlönske... ich weiß ja nicht.
Um es mir leichter zu gestalten, habe ich vor ca. 3 Wochen mit maßlosem Vorleseverhalten begonnen. Das äußert sich wie folgt: "Mausi und Susi schwitzen!" (ich wische mir mit ausholender Geste die Stirn und sinke schielend ermattet zu Boden, mir heftig Luft zu fächelnd) oder "Ohhh!!!!!" (mit entsetztem O-Mund und die Hände vor das Gesicht schlagend) oder "Das Wasser läuft aus!!!" (extrem entsetzter Gesichtsausdruck, angsterfüllt ob der ungewissen Planschbecken-Zukunft). Dummerweise habe ich mit diesem Verhalten Herr Schlönskes Mausi & Susi-Sucht unnötig angestachelt.
Seit einer Woche befinden wir uns auf einem neuen Level, denn ich kann diese Sätze nicht mehr ertragen. Die Wörter werden beim Vorlesen wahllos eingetauscht, etwa so: "Sausi & Musi schwitzen! Da hat Sausi Schmierpopel! Sie saust in die Tiefkühlbox. Musi nimmt den Schlauch und füllt Hackfleisch ein. Ooooooohhhhh!!!! Das Grungsbecken hat Geknatter!!! Sausi klebt das Loch mit Frisuren zu. Das hält! (hier: erhobene Daumen-Geste) Und jetzt ab in die Schleimbrühe!"
Natürlich muss ich mir jeden Abend andere Varianten einfallen lassen. Und ich muss nicht dazu sagen, dass Herr Schlönske sich hierbei vor Lachanfällen schüttelt. Wie lange wird die Sausi & Musi-Phase noch andauern??? Werde ich es überleben?
Suchbild | 25.01.2010 |
Ich habe eine Mut-Tante gefunden! | 24.01.2010 |
Seid doch endlich mal glücklich! Wie? Das ist nicht so einfach? Nee, nee, keine Ausflüchte! Klar, wir sind umgeben von allen möglichen Mutanten wie Besserwisser, Geizhälse, Neidhammel, Schwarzmaler, Vollidioten - das färbt ab. Außerdem leben wir inmitten einer Krise. Alles ist schrecklich. Wie gut, dass es auch noch Mut-Tanten wie Heide Liebmann gibt :-) Sie hat die MutMacherMinis erfunden - kleine Büchlein im Hosentaschenformat. Die winzigen Crashkurse im Glücklichsein stecken voller Geschichten, Gleichnisse und Tipps. MuMaMinis sind praktisch, zur täglichen Anwendung gedacht und eignen sich hervorragend als kleine Geschenke für Freunde, Kollegen und Kunden. Bislang erschienen sind "Bauchlandung & Purzelbaum - Durch Fehler zum Erfolg" und "Leben auf der Sonnenseite - In 10 Schritten zum Optimisten".
Wie werde ich z.B. Optimist?
Jedenfalls nicht automatisch. Zunächst benötigt man eine Investition von ca. 15 Minuten zum Lesen des MuMaMinis zu diesem Thema. Darin ist z.B. ein Plan enthalten, der die tägliche Niederschrift eines täglichen Drehbuches verlangt. 30 Tage lang morgens positive Dinge aufschreiben, denn 30 Tage dauert es, bis neue synaptische Verbindungen im Gehirn aufgebaut sind. Genau diese ersten 30 Tage sind entscheidend und nach 100 Tagen hat jede Zelle des Körpers verstanden: Jetzt ist etwas anders geworden! Herzlichen Glückwunsch zur neuen Daseinsform: Optimist. Das kann man sich so richtig auf der Zunge zergehen lassen.
Ich bin überzeugt, dass die MuMaMinis funktionieren, aber zu faul zum Ausprobieren, jedenfalls im Moment. Aber vielleicht beschäftigt sich eines der nächsten MuMaMinis mit dem Thema: Wie man seine Faulheit überwindet. Das kaufe ich sofort.
Heide Liebmann ist Vordenkerin für authentisches Marketing und Positionierungs-Expertin. Mehr von ihr gibt es auf dem Marketing-Blog heide-liebmann.de/blog und unter www.MuMaMinis.de.
Liebe Heide, eine Frage habe ich noch. Es heißt, wenn man fest davon ausgeht, dass am Ende alles gut wird, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit dafür. Ich praktiziere aber schon seit Jahren erfolgreich diese Strategie: Ich male mir alles so schlimm aus, dass es am Ende doch besser kommt als gedacht. Da dies so gut funktioniert, kann ich mich schwer von diesem Verhaltensmuster lösen. Was soll ich tun?
Blogger für Haiti! | 18.01.2010 |
Schon wieder ein Link - aber hier hat sich die Blogger-Gemeinde zusammen getan und will Spenden sammeln. Da innerhalb weniger Stunden so viel zusammen gekommen ist, wurde die Latte mal eben höher gehängt. Die 25.000 Euro-Marke soll geknackt werden! Hilfe für Haiti - von Bloggern:
<http://www.spreeblick.com/2010/01/15/aktion-rettungsanker-hai...;
So leben wir | 15.01.2010 |
Ein ganz großer Artikel: "Das beste Leben der Welt" von Christian Nürnberger
>http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/32235<
Ein Ausschnitt:
"Sie (die künftigen Rentner) könnten ihr Know-how reanimieren, wenn sie endlich ihre Golfschläger an Altenheime verschenkten, abließen von ihren senilen Rotwein-Orgien, ihrem öden Olivenölgeschwätz, ihrer CO2-trächtigen Reisesucht und wenn sie stattdessen heimkehrten aus ihren Rentner-Grüften in der Provence und der Toskana und an der jungen Generation wiedergutmachten, was sie an ihr verbrochen haben. Darum möchte ich den Angehörigen meiner Generation am liebsten zurufen: Nix Mallorca, hiergeblieben! Pensionisten-Müßiggang ist die achte Todsünde, es gibt hier noch einiges zu tun für euch. Es ist Zeit, sich mal wieder um unsere Demokratie zu kümmern."
Besetzt | 14.01.2010 |
Ehe-Talk | 14.01.2010 |
"Zwitschert da meine Lerche, rumort das Eichhörnchen da draußen?"
So ruft der Ehemann seine Frau in "Nora, ein Puppenheim" von Henrik Ibsen.
Fragen an G.H. Irn | 11.01.2010 |
Das Ruhrgebiet ist Kulturhauptstadt Europas! Das hat viele gute Gründe. Aber wer wusste schon, dass sich in Bochum Kinder mit ihrem Gehirn unterhalten? Die Ruhr-Universität Bochum und die International Graduate School of Neuroscience rührte das ein und veröffentlichte die phantastischen Ergebnisse in der Broschüre "Geistesblitze". Herausgekommen ist eine originelle, sprachgewandte, witzige und kenntnisreiche Lektüre, nach der man nicht nur mehr vom Gehirn versteht, sondern auch von dessen etwa 12jährigen Trägern und Trägerinnen. Wer also gern wissen möchte, warum Kinder in diesem Alter Wutanfälle bekommen, oder ihr Zimmer auch nach zehn Ermahnungen nicht aufräumen, sollte eine Konfrontation mit diesen Unterhaltungen nicht scheuen.
Die Interviews sind meist in sehr freundlichem und zuvorkommendem Ton gehalten, bis auf kritische Sonderfälle, in denen das Gehirn ausbüxt, um eine Leber zu heiraten, oder den Körper zum Rollentausch überredet. Wissenswerte Angaben:
Ein Gehirn kann auf über 200 Sprachen schweigen!
Das Gehirn wohnt in einem 1-Zimmer-Appartement und hält sich mit Joggen fit.
Die Ehefrau des Gehirns ist die Lunge, sie versorgt ihren Mann mit Sauerstoff.
Die politische Landschaft um das Gehirn herum besteht aus den Parteien WIB (Wirbelsäule) und RÜM (Rückenmark), deren Stimmen außerordentlich wichtig sind.
Wird es traurig, sendet das Gehirn Heulbefehle an Uschi und Ursula, die Augen.
So, und was mach ich heute noch mit meinem Gehirn? Ich frag einfach mal: "Hallo Gehirn!"
Gehirn: "Hallo Judith!"
Ich: "Wollen wir heute noch denken?"
Gehirn: "Nein, du bist müde."
Ich: "Also, das hätteste auch mal früher sagen können."
Schwamm drüber...